Clubbesuche trotz Corona bald wieder möglich?

Der Betreiber des Stuttgarter Clubs ‚Lehmann‘ hat ein vier Seiten langes Statement veröffentlicht in dem er ein Konzept darlegt, welches eine Wiederöffnung von Clubs trotz der Corona Pandemie möglich machen soll.

Sebastian Simon ist Geschäftsführer des Stuttgarter Clubs und stellt sich in seinem offenen Brief erstmal selbst vor. Er gibt an, dass er seit nun 13 Jahren den Club ‚Lehmann‘ betreibt und schon als Student, im Jahr 2000 in der Club- und Eventszene in Stuttgart tätig war.

Anschließend geht er auf die aktuelle Lage ein und sagt selbst auch, dass ein halbwegs normaler Clubbetrieb unter Einhaltung der aktuell geforderten Hygienemaßnahmen nicht möglich ist und dass ohne ein gutes Konzept jeder Clubbesuch zu einem potentiellen ‚Superspreader-Event‘ werden könnte. Welches es unter allen Umständen zu verhindern gilt.

Clubschließungen führen zu Gesellschaftlichen Problemen!?

Besonders aufmerksam mach Simon darauf, dass die Schließung der Clubs gesellschaftlich nicht mehr lange tragbar wäre. Bei den Krawallen in der Stuttgarter Innenstadt gehören viele der Randalierenden, rein alterstechnisch, zu der ‚Clubgänger-Generation‘ die sich aber zur Zeit mit einem sehr reduzierten Angebot abfinden müsste. Was dazu führe, dass Bars aus allen Nähten platzen und illegale Partys veranstaltet würden, welche noch schlechter bis gar nicht zu ‚überwachen‘ sind.

Das Konzept für Clubbesuche während Corna

Jedoch legt Simon das gute Konzept für Clubbesuche gleich nach.

Die Grundidee ist ein Online-Ticket System, und die ständige Beobachtung der Infektionszahlen in der Region.

Sofern in der Region des Clubs die Zahl der Neuinfektionen stabil niedrig ist, könnte man darüber nachdenken Clubs zu öffnen.

Damit Feierwütige nicht am Eingang ihre Daten hinterlassen müssen oder alle Clubs der Stadt durchlaufen, kommt nun das Online-Ticket System ins Spiel.

Online wird ein Ticket für einen Tag am Wochenende mit Klarnamen reserviert und an der Clubtür mit Personalausweis überprüft. Wird ein Ticket für einen Club reserviert, wird automatisch die Möglichkeit ein Ticket für einen andern Club am selben Abend zu kaufen gesperrt. Gleiches gilt für den jeweils anderen Wochenendtag.

Kauft jemand z.B. ein Ticket für Freitag für Club X kann diese Person kein weiteres Ticket für Freitag oder Samstag für Club Y und auch kein Ticket für Samstag für Club X kaufen.

Auch schlägt Sebastian Simon vor, zu Beginn den Abstand der Clubbesuche auf 14 Tage auszuweiten. So würde der Ticketkauf nicht nur für das eine, sondern auch für das darauf folgende Wochenende gesperrt sein.

Hinzu kommt, dass in dem Beispiel die Clubs einen Schichtbetrieb einrichten, sodass kein Mitarbeiter, Security oder DJ der am Freitag anwesend war, am Samstag auch anwesend ist.

Was passiert im Falle einer Infektion?

Für den Fall, dass ein Besucher positiv auf den Sars Cov 2 Virus getestet wird, meldet dieser das Ergebnis an das zuständige Gesundheitsamt, welches den Club informiert und dieser wiederum die Gäste die am betreffenden Abend anwesend waren. So lässt sich die eventuell infizierte Gruppe auf genau diesen Abend beschränken.

Sebastian Simon legt auch eine Idee vor mit ‚Corona-Hotspots‘ umzugehen.

Werden in einem Landkreis die Infektionszahlen zu hoch, könnte man Besucher aus dem betroffenen Landkreis zeitweise ‚sperren‘ und unter Umständen auch die Clubs in diesem Landkreis zeitweise wieder komplett schließen.

Die Idee bis zu Ende durchdacht !?

Sollte das System aufgehen, gibt es auch schon eine zweite und dritte Phase des Plans. Wobei die Dritte Phase nur dann zum tragen käme, wenn es einen Impfstoff oder geeignete Medikamente gibt um den Corona Virus wirkungsvoll zu behandeln.

Die Zweite Phase sieht Lockerungen vor, dass zum Beispiel ein Gast auch Freitag und Samstag einen Club besuchen dürfte.

Laut Sebastian Simon sind viele Clubbetreiber und auch Ticketanbieter von der Idee begeistert. Die Ticketanbieter, die ohnehin online Tickets verkaufen, müssten ihre Shops nur geringfügig modifizieren. Somit wären die Ticketportale innerhalb eines Monats startklar.

Die Umsetzbarkeit wäre also schnell gegeben. Ob aber Bund und Länder auch das Go für diese Idee geben ist noch offen. Zu hoffen wäre auf eine kleine Anzahl von Landkreisen die dieses System testen, wenn es im besten Fall so gut funktioniert wie in dem Brief von Sebastian Simon dargestellt, könnte das System auf ganz Deutschland ausgeweitet werden.

Clubbesuche trotz Corona bald wieder möglich?
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Thomas Kahrs
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