DJ Übergang – Tutorial

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DJ Übergang mixen lernen Tutorial

Der Mixing-Crashkurs für Einsteiger!

Mit einem Übergang zwischen zwei Songs ist es für einen DJ das Selbe wie mit dem guten alten Sprichwort: “viele Wege führen nach Rom!” Mindestens genauso viele führen aber auch voll am Ziel vorbei. Wir möchten Euch hiermit ein paar Wege und Möglichkeiten zeigen um den Einstieg in die Welt des Mixing zu geben. Dabei ist es ganz egal ob ihr volldigital oder analog mit Platte arbeiten möchtet. Die grundlegende Herangehensweise ist seit Jahrzehnten unverändert. Einzig die Möglichkeiten und technische Hilfsmittel haben sich enorm erweitert. Wir beschreiben in diesem “Crashkurs” den volldigitalen Weg am modernen DJ-Controller. 

Je nachdem welche Hardware ihr verwendet könnten sich einfache kleine Handgriffe unterscheiden, Bezeichnungen anders sein oder auch eine Funktionstaste einen anderen Platz haben. Die eingesetzten technischen Mittel sind in unserem Beispiel am Prime 4 von Denon DJ aber Markenübergreifend in jedem Controller oder Standaloen-Gerät vorhanden, egal welcher Preisklasse. 

Die Theorie eines Übergangs

Im Wesentlichen unterscheiden wir 2 verschiedene Arten von Übergängen. Zum einen den sogenannten “Hard-Cut”, und zum Anderen der “Faded-Mix”. Aus den Namen lässt sich schon einiges ableiten, jedoch möchten wir sie gern noch im Detail erläutern.

der “Hard-Cut “Übergang

Beim Hard-Cut wird der folgende Song an einer bestimmten Stelle des vorherigen Songs mit voller Lautstärke oder zumindest 80% eingespielt. Dazu eignen sich am besten Stellen kurz vor oder kurz nach einem Drop des vorherigen Songs. Mit dem harten Überblenden übernimmt der 2. Song innerhalb eines Taktes die Rolle des Master-Tracks und damit die Primäre Rolle im Set. In besonderen Fällen kann hier sogar Apprupt die Geschwindigkeit (BPM) gewechselt werden. Wichtig für einen Cut ist insbesondere das richtige Timing. Die Vorbereitung eines solchen Übergangs ähnelt sehr stark dem Vorgehen beim Faded-Mix.

der “Faded-Mix” Übergang

Charakteristisch für einen Faded-Mix ist eine Überblendzeit meist länger als 4 Takten, bei der verschiedene Elemente (Vocal, Bass, Melodie etc.) beider Titel synchron zugleich hörbar für den Gast sind. Nach und nach werden die gewählten Elemente per Equalizer ein, bzw. ausgefadet. Das Überblenden nur mit Line- oder Crossfader ist grundsätzlich möglich jedoch in der Praxis wenig sinnvoll, da sich verschiedene Elemente und Frequenzen zu stark überlagern. Besonders groß ist die Gefahr im Bassbereich. Diese Art Übergang ist für Einsteiger besser geeignet weil das Ergebnis sofort in Echtzeit besser hör- und kontrollierbar ist und wir uns außerdem mit dem Loop noch beliebig viel Zeit verschaffen können.

 

Von einem “sauberen” Übergang, egal wecher Art sprechen wir in der Regel wenn er für das ungeschulte Ohr, bzw. das Ohr des Publikums nicht oder zumindest kaum hörbar ist. Jedoch gibt es oft Situationen an denen der Akteur einen Übergang bewusst hörbar machen möchte um das Publikum anzuheizen. In diesem Stil ist ein gern genutztes Mittel die verschiedenen Elemente von 2 oder mehr Songs passen übereinander zu legen und quasi einen ganz neuen Track daraus zu machen. In diesem Fall sprechen wir schon von einem “Mashup”.

Prinzipiell gibt es, wie bereits angesprochen, sehr viele Wege einen guten und sauberen Übergang zu gestalten. Entgegen der Meinung einiger “Profis” und “Möchtegern-Profis” gibt es aber vor Allem nicht den einen perfekten Übergang. Ob ein Übergang passend, gut, harmonisch oder sogar perfekt ist hängt immer von der individuellen Situation ab. Der Harte Cut kann im Club eine mega Stimmung erzielen, auf der Hochzeit nächste Woche aber schon wieder total daneben sein, auch wenn die Titelauswahl die gleiche ist. Dieses Gespür kommt mit Übung, etwas Routine und wachsender Erfahrung.

 

Die Grundvoraussetzungen

Um als DJ einen einfachen Übergang zweier Songs zu machen brauchst du theoretisch nicht viel…. 

Für einen guten oder “sauberen” Übergang ist schon etwas mehr notwendig!

Zu Beginn sind 3 wesentliche Dinge wichtig die du für einen guten Übergang beachten solltest:

1. Die Auswahl des Songs

  • Nach Geschwindigkeit:
    • Die Geschwindigkeit des nachfolgenden Tracks ist entscheidend für das weitere Vorgehen im Übergang
    • Beide Titel sollten von vorn herein bereits annähernd gleiches Tempo haben
    • Wir empfehlen für Anfänger einen maximalen BPM-Unterschied von +/- 3 BPM (Beats per Minute)
    • Sollten beide Titel nicht exakt die gleiche Geschwindigkeit haben kann mit dem “Pitch-Fader” nachjustiert werden
    • Je fortgeschrittener deine Erfahrung, desto höher kann auch mit der BPM-Abweichung experimentiert werden
  • Nach Energie
    • Die Energie eines Songs bestimmt maßgeblich auch die Stimmung auf der Tanzfläche
    • Zur Einschätzung der Energie eines Songs raten wir unbedingt zum Vorhören über Kopfhörer
    • Welche Energie ein Song haben sollte hängt auch hier wieder von der Situation ab und sollte individuell nach der Stimmung gewählt werden
  • Nach Tonart
    • Die Tonart eines Titels ist wichtig im Bezug auf das sogenannte “Harmonic Mixing”
    • Die Tonhöhe kann anhand einiger Skalen bestimmt werden (Camelot, Key englisch, Tonart deutsch)
    • Häufig arbeiten DJ´s mit dem Camelot-Wheel, welches sich in jeder Software anzeigen lässt
    • Die Tonart wird in Camelot mit A für “Moll” angegeben und mit B für “Dur” Tonleitern
    • Beim Camelot-Wheel ist grundsätzlich zu Empfehlen nicht mehr als einen Wert der gleichen Tonart auf oder abwärts zu wählen –> Also von A5 zu A4 oder A6
    • Beim Wechsel zwischen Moll und Dur, ergo A und B, ist darauf zu achten Dies nur in der gleichen Tonhöhe zu machen
    • Beispiel für tonleiterübergreifende Wechsel der Tonart: A9–>A10–>A11–>B11–>B12–>B1–>A1–>A12–>A11–>A10–>B10–>B9……

2. Das Timing des Übergangs

  • Zu Beginn ist es ratsam mit verschiedenen Extended-Versionen zu üben um ein wenig mehr Zeit für den DJ Übergang zu haben
  • Am besten übt es sich tatsächlich am Anfang und am Ende eines solchen Extended Tracks, da Er an diesen Stellen charakteristisch immer weniger Elemente besitzt als eine Radio Edit.
  • Extedend bauen langsam auf und auch wieder langsam ab. Perfekt also um genau dort zu experimentieren
  • Beim Timing ist darauf zu achten das entweder alle Elemente beider Tracks gut miteinander harmonisieren, oder besser noch nicht zeitgleich zu hören sind.
  • Am besten suchst du eine Stelle an der von einem Track fast nur Bass, Kick, Fill und/oder Layer zu hören sind 
  • Vocals und Melodien sollten grundsätzlich wärend des Übergangs nur von einem Track präsent sein. mit steigender Erfahrung kann aber auch hier weiter experimentiert werden
  • Selten eignet sich ein Übergang mitten im Drop oder Mainpart eines Songs
  • Für den perfekten Zeitpunkt eines Übergangs ist es hilfreich beide Titel zu kennen oder zumindest vorzuhören
  • Übung macht den Meister! Mit der Zeit entwickelst du automatisch ein Gespür für den richtigen Zeitpunkt oder kannst bis dahin auch die Cue-Punkte der Software benutzen um geeignete Stellen zu markieren

3. Das Beatmatching

  • Um einen Beat “Matchen” zu können ist heutzutage kein geschultes Ohr mehr notwendig
  • Früher musste dafür zwangsläufig vorgehört bzw. abgehört werden.
  • Heutzutage analysiert jede DJ Software die Tracks für uns und erstellt einen sogenannten”Beatgrid”
  • Dieser Beatgrit zeigt uns schon visuell den Takt und die Geschwindigkeit an ohne das wir den Titel auch nur einmal hören mussten.
  • In der modernen elektronischen Musik finden wir überwiegend einen 4/4 Takt vor (1, 2, 3, 4…..1, 2, 3, 4….)
  • Jede Linie des Grids liegt nun auf einem Takt im Song, meistens ist das zeitgleich die Kickdrum also auch für uns hörbar und nachvollziehbar. 

Das Tutorial zum DJ Übergang

Nun habt ihr vorweg schon einmal die grobe Theorie zum Thema und was ihr vorher beachten solltet. Im Folgenden zeigt euch Stefan im Videobeitrag noch einmal ganz genau wie so ein Übergang im Detail funktioniert! Behaltet bitte immer im Hinterkopf das es überhaupt nicht schlimm ist wenns nicht beim ersten Mal funktioniert. Kaum ein DJ beherrscht grade das Beatmatching aus dem Stegreif ohne zu üben. Das Geheimnis liegt hier eindeutig in der Erfahrung MIT deiner Musik welche du auflegen möchtest. Übe mit genau den Titeln die du scho im schlaf mitsingen kannst und dir am meisten Spaß machen. Je mehr du dich mit mit deiner Musiksammlung identifizieren kannst, desto leichter wird es dir fallen deine Übergänge zu gestalten. Hast du das Alles eine Weile geprobt und wiederholt, dann wird es dir zunehmend leichter fallen auch mal dir unbekannte Tracks zu mischen!

https://www.youtube.com/c/DJTalkde

Oliver Lieder

Oliver Lieder

DJ O.Lie ist seit Mitte 2019 das Gesicht hinter den DJ News. Oli ist der Chef-Redakteur vom DJ Talk. Für Fragen oder Feedback zum Beitrag einfach eine Mail an oli@dj-talk.de

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Der DJ Talk ist eines der größten unabhängigen online Magazinen in Deutschland. Neben diesem Blog betreiben wir auch einen YouTube Kanal mit knapp 20.000 Abonnenten.

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