Beatmatching

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Beatmatching [englisch: Biet-metsch-ing]

Das Beatmatching bezeichnet die Vorgehensweise eines DJ´s zum taktgenauen synchronisieren meist zweier, aber auch mehrerer Musikstücke. Frei übersetzt sprechen wir hier vom Takt anpassen (englisch: Beat =Takt, Match = Spiel / Zusammenspiel).

Generell gibt es drei verschiedene Arten und Herangehensweisen

  • analoges / manuelles Beatmatching 

Auch als die älteste Form des Beatmatching bezeichnet, funktioniert über die Sinneswahrnehmung des DJ. Dazu hört er den nächsten Titel über Kopfhörer vor, und bestimmt dessen Geschwindigkeit (BPM) indem er Takte zählt (siehe auch Beatgrid). Danach gleicht er die Geschwindigkeit der beiden Titel über die Tempo Pitch-Fader am jeweiligen Deck / Turntable der Tracks an, sodass sie die in der selben Geschwindigkeit laufen. Nun werden die Takte der beiden Titel noch  übereinander gelegt. Dies geschiet z.B. durch kurzzeitiges Beschleunigen oder Abbremsen eines der beiden Titel. Natürlich gibt es dafür auch mehrere andere Varianten. (ausführliches hier im Tutorial wie mache ich einen Übergang). Damit ist der Übergang zum Mixen vorbereitet.

  • digitales / “manuelles” Beatmatching 

Gewann im Zuge der Digitalisierung immer mehr an Bedeutung und wird heutzutage mittels verschiedener spezieller DJ-Software umgesetzt. Dank der durch Programme analysierten Beatgrid´s und Waveform´s (Wellenformen) ist Musik jetzt auch zum Teil sichtbar geworden. Anhand der Beatgrids mit ihren Linien können Takte nun schon visuell übereinander gelegt werden ohne die Musik vorhören zu müssen. Auch lässt die Waveform mit beispielsweise verschiedenen Einfärbungen nun Rückschlüsse auf den gesamten Aufbau eines Titels zu und macht eine potenzielle Stelle zum Übergang sichtbar. Per Mausklick, Tastatur oder Midicontroller können nun Geschwindigkeiten eingestellt und angepasst werden wie im analogen Beispiel auch. Allerdings wird hier ein digitales Signal (wie mp3 oder wav) verarbeitet und kein physisches Medium (wie Schallplatte). Dadurch können Übergänge schneller, kreativer und effizienter geplant und umgesetzt werden. Der Trend geht wieder zurück zur legendären und eigentlich bewährten Steuerungshaptik der Schallplatte, sodass moderne Programme schon lange das digitale Beatmaching mit all seinen Vorzügen auch für Analoges Equipment ermöglichen (Siehe Phase, Timecode oder digitale Plattenspieler)

  • digitales automatisches Beatmatching

beschreibt im Groben genau die gleiche Funktion wie das digitale manuelle Beatmatching. Hierbei bedient sich die jeweilige Software allerdings am zuvor analysierten Beatgrid und synchronisiert auf Knopfdruck (Sync) beide oder mehrere Titel miteinander automatisch. Unter erfahrenen DJ´s der “alten Schule” meist als “Anfängerknopf” oder “BeginnerButton” verpönt, ist der sogenannte Sync-Button richtig eingesetzt aber eine effektive Waffe bei Zeitdruck oder komplizierten Übergängen. Oft ist die Arbeitsweise des Sync auch in den Einstellungen anpassbar. Mehr dazu im Artikel Sync!

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