BPM | Beats Per Minute (Maßeinheit)

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BPM | Beats Per Minute (Maßeinheit) [englisch: Bi-pi-em / Biets-pör-min-nit]

BPM dient als Maßeinheit für die Angabe von Geschwindigkeiten musikalischer Werke und akustischen Signalen. Frei übersetzt bedeutet es “Schläge pro Minute”. Wie der Name bereits verrät werden hierbei frequenzielle Wiederholungen in einer bestimmten Zeit, also einer Minute) gemessen. Daher könnte alles, was sich innerhalb einer Minute mindestens 1 mal wiederholt auch in BPM angegeben werden. In der Praxis macht es aber wenig sinn! Also beschränkt sich diese Maßeinheit auf Audio-akustische Signale! Ein Herzton bzw. Pulsschlag gilt übrigens auch als Akustisches Signal und kann in gleicher Weise gezählt und angegeben werden. Der normale menschliche Puls liegt bei etwa 72 BpM. Zum vernünftigen Mixen ist es nicht zwingend erforderlich die Geschwindigkeit als Wert zu kennen, jedoch einschätzen sollte man sie können.

  • Beatgrid ermitteln

    • automatisches Ermitteln

Ermittelt wird die BPM heutzutage mittels anlegen oder analysieren des Beatgrids durch moderne Software. Dabei scannt das Programm jedes Musikstück auf Taktschläge, zählt sie und speichert diese als Beatgrid zusammen mit der dem BPM-Wert in den Metadaten der jeweiligen Audiodatei

    • manuelles Ermitteln

Manuell kann der BPM Wert recht einfach mathematisch ermittelt werden. Die einfachste Form ist alle Takte innerhalb von 60 Sekunden zusammen zu zählen. In der Praxis ist das aber eher unvorteilhaft und vor Allem zeitaufwendig. Ich könnte beim analogen Mixen lediglich 3 Titel vorhören um die Geschwindigkeit zu bestimmen (Davon ausgegangen das der laufende Titel ca 3,5 Minuten lang ist). Und dann habe ich noch keinen Übergang vorbereitet!

Die effektivere Variante ist die Zählweise in kleinen Blöcken. Beispielsweise zähle ich nur 15 Sekunden die Takte und multipliziere die Zahl mit 4 (15sek x 4 = 60 sek). Oder ich zähle 10 Sekunden und rechne mal 6 (10sek x 6 = 60 sek). Im Laufe einer recht kurzen Übungzeit ist es kaum noch rechnen als mehr das Abrufen des kleinen 1×1, vorausgesetzt man spielt kein Speed- oder Splittercore mit bis zu 1000 BPM.

Kleines Beispiel:
      • Ich starte an einer möglichst taktreichen Stelle den Song “Aaron – Paul Kalkbrenner”
      • Ich zähle innerhalb der 10 Sekunden 19 Taktschläge
      • nun rechne ich die 19 Schläge mal 6 um auf die 60 Sekunden z kommen.
      • Als Ergebnis habe ich 114 BPM
      • Der Tatsächliche Wert sind 112 BPM

Wie kommt es zu der Abweichung?

Ganz einfach: Je kürzer die Zeit in der Ihr messt, umso ungenauer wird das Ergebnis! Mathematisch ausgedrückt: Je genauer die Variable (also die Zählung), desto genauer das Ergebnis. Die Konstante ist in dem Fall die Umrechnung und ist je nach Zeit die Selbe.

Gleiches Beispiel mit anderer Zählung:

      • Ich starte wieder an einer möglichst taktreichen Stelle den Song “Aaron – Paul Kalkbrenner”
      • nun zähle ich 15 Sekunden lang
      • Ich zähle 28 (Variable) Schläge und multipliziere nur noch mit 4 als Konstante
      • Als Ergebnis erhalte ich schon sehr treffsicher die Tatsächlichen 112 BPM

Das manuelle Ermitteln dient auch ausschließlich als ungefährer Wert zur Hilfestellung. Den genauen Wert erhältst Du manuell nur mit zählen der vollen Minute!

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