DJM-V10 – Das Soundmonster aus dem Hause Pioneer DJ

DJM-V10 bringt HD Sound in die DJ Welt – Sind wir doch mal ehrlich, eins der ersten Dinge über die wir DJs sprechen, wenn es um verschiedene Mixer geht, ist der Sound. 16Bit, 24 Bit, 32bBit aber fucking 64 Bit? Da bleibt einem dann doch die Spucke weg!

Aber bevor wir zum subjektiven kommen, will ich euch dann doch erst mal ganz objektiv berichten um was für ein Gerät es sich da handelt. 

Eine Klasse für sich

Der DJM-V10 steht im Grunde für sich allein da. Schaut man sich am Markt ein wenig um so könnte man meinen, dass er das Ergebnis einer heißen Nacht zwischen dem Model 1 von Allen & Health und dem DJM-900NXS2 ist.

Das erste was einem auffällt ist, dass dieser Mixer ganze 6 Kanäle hat. Diese 6 Kanäle sind nicht wie üblich mit einem 3 Band EQ ausgestattet, sondern mit einem 4 Band EQ so kann man mit High, High Mid, Low Mid und Low die Songs noch genauer abmischen.

DJM-V10 Alles vom feinsten

Richtig spannend wird es, wenn man ein wenig unter die Haube des DJM-V10 schaut, hier findet man jede Menge hochqualitative und Professionelle Wandler aus dem Studiobereich. Pioneer DJ hat sich hier wirklich nicht lumpen lassen und unter anderem 32-Bit-D/A-Wandler von ESS Technology für den Masteroutput eigebaut. Auch für die Eingänge gibt es absolute spitzenqualität, denn hier kommen die Wandler von Asahi Kasei Electronics (32-Bit-A/D-Wandler) zum Einsatz. Der Line-/Phono-Eingangsschalter, der Master-Ausgang und der Kopfhörer-Ausgangsschaltkreis verwenden, langlebige mechanische Hochleistungsrelais (EA2-Relais) von EM Devices Co. Sie beseitigen Signalverzerrungen, die durch Verwendung nichtlinearer elektrischer Komponenten entstehen können, und eliminieren so das störende Rauschen in der Stummschaltung.

Rekordbox DVS, Serato DVS, Traktor DVS alles inklusive

Ja, richtig gelesen, mit diesem Mixer habt ihr nicht nur Rekordbox DVS intern, sondern auch Serato und Traktor, das macht diesen Mixer auch unheimlich flexibel.

Compressor inside

Mit dem DJM-V10 kannst du nahtlos zwischen modernen komprimierten Produktionen auch alte oder ungemasterte Tracks wiedergeben. Drehe den Kompressorknopf auf den entsprechenden Kanal, und das Mischpult „verstärkt“ den Ton in Echtzeit. Je leiser der Track, desto stärker wird er komprimiert, wodurch der Sound von „schwächeren“ Tracks angehoben wird und die gemasterte Musik nur minimal beeinflusst wird

Fader Pottis und alles was man an dem Gerät so sehen kann, ist in gewohnt guter Qualität und sehr hochwertig verarbeitet. Zumindest so weit wir das aktuell beurteilen können. 

Effekte

Auch in diesem Bereich hat sich an diesem “Monster” etwas getan. Neben den bekannten CFX Effekten die nun “Send” getauft wurden gibt es auch die Möglichkeit die Songs in echtzeit an externe Effektgeräte zu schicken und verarbeiten zu lassen. Die internen Send Effekte kann man auch direkt am Mixer noch ein mal mittels Verschwender Parameter anpassen. 

Der DJM-V10 von Pioneer DJ bringt ebenfalls einen ganz neuen Effekt mit “Shimmer” ist ein neuer Beat FX, der dem Original-Audio mehr “Brightness” verleiht.

Steuere das X-Pad über das Touch-Display, um Effekte intuitiv zu verändern und harmonisiere Klangquellen wie Gesang und Synthesizer, um einzigartige Klänge zu erzeugen. Den Kanal, dem du den Effekt hinzufügen möchtest, kannst direkt mit der BEAT FX Assign-Taste in jedem Kanal auswählen.

Master Isolator

Wem das alles nicht reicht, der findet neben dem Master nochmal einen Isolator mit dem man den Sound des Masters nochmal völlig verändern kann. 

Der Mixer für 2 DJs

Dieses Gerät ist nicht nur von seinen inneren Werten ein wahres Monster, auch die Maße sind dank den 6 Kanalzügen gigantisch. Nichts liegt also näher, diesen Mixer zu zweit zu bedienen. Denn sind wir doch mal ehrlich bei 6 CDJs und diesem Mixer, würde man alleine einen Marathon laufen wenn man wirklich alles benutzt. Um die Nutzung zu zweit zu perfektionieren, hat Pioneer diesem Mixer mal eben eine zweite komplette Kopfhörereinheit spendiert.

Unsere subjektive Einschätzung

Als ich das erste Bild dieses Mixer sah, schaute ich auf den Kalender um dann festzustellen, dass heute nicht der 1. April ist. Dann dachte ich mir Holy Shit was ein geiles Gerät. Je mehr ich mich mit diesem Mixer beschäftigte, desto mehr wurde mir klar, das Pioneer hier definitiv zeigt, dass man Denon DJ auf den Fersen bleiben will. Die große Frage ist, wird man das mit diesem Gerät schaffen?

Meiner Meinung nach NEIN! Wenn ich mir das Gerät ansehe, denke ich wie die meisten von euch erst mal Geil das will ich haben. Dann überlege ich mir allerdings wie viel Sinn ergibt dieses Gerät für mich, ist dieses Gerät für meinen Anwendungszweck überhaupt das richtige? Und spätestens wenn wir uns dann den Preis ansehen, wird klar dass dieses Gerät nicht für die breite Masse entwickelt wurde!

Nein dieses Gerät ist auch nichts für die meisten Clubs dieser Welt. In der Realität spiele ich in vielen Clubs noch heute auf alten DJM 800ern oder wenn es gut läuft auf einem 750er oder 900NSX1. Clubbetreiber hier zu Lande sehen es einfach nicht ein für einen Mixer 2000€ und mehr hinzublättern nur damit wir DJs ein wenig mehr spaß haben, was glaubt ihr also was passiert, wenn ihr eurem Clubchef einen Mixer für sage und schreibe 3300€ empfiehlt? Richtig, die meisten werden euch fragen ob ihr noch alle Latten am Zaun habt…

6 Channel braucht kein normaler DJ!

Klar es ist Geil, und klar es gibt sicher Anwendungsbereiche in denen 6 Channel sinnvoll sind. Gerade dann wenn man einige CDJs / XDJs und DJS-1000 kombinieren möchte. Aber sind wir doch mal ehrlich, ich kenne nur wenige DJs die es überhaupt schaffen mit 4 Decks zu arbeiten. Für wen ist dieser Mixer also gedacht? Ich denke mal das Pioneer damit in erster Linie Liveperformer ansprechen will. DJs wie Paul Kalkbrenner, die während ihren Sets ganze Songs erfinden. Für solche Leute ist dieser Mixer das perfekte Gerät aber nicht für den “normalen” Resident DJ und schon gar nicht für einen mobilen DJ…

Das Fazit für mich lautet also…

der DJM-V10 ist ein super toller Mixer, den wir wohl alle gern hätten. Die wenigsten von uns werden diesen Mixer allerdings jemals besitzen. Pioneer hat hier einen Mixer gebaut der auf eine ganz bestimmte, aber zumindest aktuell noch recht kleine Zielgruppe ausgerichtet ist. Ich hoffe, dass wir von Pioneer die Tage noch etwas spannendes für die Allgemeinheit erwarten dürfen.

 

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DJ Stefan Kietz

DJ Stefan Kietz

Stefan ist Mitbegründer des DJ Talks, er hat 2013 mit dem YouTube Kanal dj asosso gestartet, dieser Kanal wurde 2019 in DJ Talk umbenannt und ist mit weit mehr als 5000 Abonnenten aktuell einer der einflussreichsten YouTube Kanäle für mobile DJs in Deutschland. Stefan selbst ist als DJ hauptberuflich unter dem Namen DJ Stefan Kietz tätig

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