Neues Flagschiff von Pioneer DJ / XDJ XZ

Jetzt ist die Katze aus dem Sack…

 

Draufsicht Pioneer XDJ XZ
Draufsicht Pioneer XDJ XZ

Das soll es sein, das neue “Flaggschiff” von Pioneer DJ, der XDJ XZ! Heute Morgen (12.11.2019) war es soweit: Die Internetseite von Pioneer DJ wurde aktualisiert. Und da glänzte Er nun, in bestem Format auf Hochglanz präsentiert. Dick mit der Überschrift: “XDJ XZ” und darunter “Das Kraftpaket”. Ist dem wirklich so? Sehen wir hier eine echte All in One Waffe, das Multimonster, oder gar den Prime-Killer? Auf den ersten Blick schon lässt sich diese Frage beantworten mit einem eindeutigen: “Womöglich”.

Ganz klar fallen zwei Dinge sofort ins Auge. Zum Einen positiv, der neue Alleskönner ist wie erwartet mit 4 Kanälen ausgestattet und trägt die Jog´s vom DDJ1000.  Zum Anderen negativ, dieses viel zu unterdimensionierte 7″ Touch-Display, welches schon im XDJ RX2 verbaut wurde und als Standart im CDJ 2000NXS2 dient. Zu den Vor- und Nachteilen, sowie unserer persönlichen Einschätzung jedoch kommen wir später weiter unten. Im folgenden seht ihr vorab schon mal eine Live-Reaktion von Stefan auf die Veröffentlichung.

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Schauen wir uns das neue Pioneer XDJ XZ “Flaggschiff” einmal genauer an:

Überblick Pioneer XDJ XZ

Die Basis:

Der Kern des XZ besteht im Wesentlichen aus dem jüngeren 4 Kanal Controller DDJ1000 inklusive der “On Jog” Displays, sowie im weitesten Sinne der Panelsektion mit Display vom XDJ RX2. Das Mikrofonpanel ist im Vergleich zum DDJ1000 schön aufgeräumt jetzt links oben angeordnet, orientiert sich damit am RX2 und schafft mehr Platz für die deutlich gewachsenen “Color FX” und “Beat FX” Sektionen an der Mixereinheit.

Deutlich aufgeräumter wirkt nun auch die Master-Sektion im rechten oberen Bereich mit sogar einem eigenen 3-Band EQ für den Main-Output (auch für BoothOut anwendbar). Dem geschulten Auge ist natürlich eine weitere Besonderheit aufgefallen. Rechts oben in der Ecke prangt ganz unschuldig auch ein Serato-Logo neben Rekordbox. Richtig: Es wird also kein Pioneer XDJ XZ SRT geben, vielmehr bekommt diese Version ab Januar 2020 ein Firmwareupdate, mit dem auch Seratojünger voll auf ihre Kosten kommen sollen.

Anschlüsse:

Anschlüsse Hinten:

Rückwärtiges Anschlusspanel Pioneer XDJ XZ
Rückwärtiges Anschlusspanel Pioneer XDJ XZ
  • AC IN/Netzstecker:
    • Endlich verfügt mit dem XDJ XZ nun auch ein “Controller” von Pioneer über einen Kaltgeräteanschluss. Ergo verfügt der XZ über ein eingebautes Netzteil und spart einiges an Nerven, sowie Platz im Case.
  • MIC:
    • XLR/Klinke in Mono: Lange gebetet und endlich erhört gibt es jetzt glücklicherweise zwei Vollwertige Klinke/XLR Kombibuchsen für Mikrofone.
  • AUX:
    • Chinch in 1x Stereo: Wie beim XDJ RX2 finden wir auch hier einen klassischen Aux-Eingang. Dieser hat nun aber 2 Funktionen.
      • Zum Ersten als klassischer Eingang mit eigenem Gain/Trim Regler für Mobile Geräte
      • Zweitens dient er als Return beim Anschluss eines Effektgerätes (Umschaltbar) 
  • CH3:
    • Line in Chinch 1xStereo
    • Phono in Chinch 1xStereo
  • CH4:
    • Line in Chinch 1xStereo
    • Phono in Chinch 1xStereo
  • SEND:
    • 6,3mm Klinke 2x Mono: Unbalanced Send zum Anschluss eines Effektgerätes
  • Master 2:
    • Line out Chinch 1x Stereo
  • Master 1:
    • XLR Out 2x Mono
  • Booth:
    • Klinke 6,3mm 2x Mono Balanced
  • USB:
    • Type B zum Anschluss eines PC/Mac
  • Link:
    • CH3 ProDJ Link für CDJ´s auf Deck 3
    • CH4 ProDJ Link für CDJ´s auf Deck 3
    • Extension zum Anschluss eines PC/Mac über ProDJ Link
  • Kensington Lock

Anschlüsse vorn:

Frontanschlusspanel XDJ XZ
Frontanschlusspanel XDJ XZ
  • Phones:
    • 6,3mm Klinke
    • 3,5mm Klinke

Anschlüsse Mastersektion:

Anschlusspanel Top USB Pioneer XDJ XZ
Anschlusspanel Top USB Pioneer XDJ XZ
  • USB:
    • 2x USB Type A Zum Anschluss von Externen Speichermedien und zur Aufnahme

 

Sektionen und ihre Funktionen:

Unabhängig vom verwendeten Modus:

Mikrofon:

Mikrofonsektion Pioneer XDJ XZ
Mikrofonsektion Pioneer XDJ XZ
  • Neu sind nun 2 Mikrofoneingänge mit getrennt regelbarem 3-Band EQ, welche sich getrennt voneinander zuschalten lassen. Beide mit vollwertiger XLR-Kombi Buchse. (Danke Pioneer)
  • Ebenfalls neu, nun die Signal und Clippinganzeige, welche in Form von jeweils grünen und roten LED´s hinterlegten Schriften dargestellt wird. Auf Levelmeter wurde hier verzichtet.
  • Dazu gekommen, bekannt auch schon vom DDJ800, ist der Feedback reducer. In diesem Falle aber manuell zu- Bzw. abschaltbar und lässt sich in “light” oder “heavy” justieren.
  • Auch hier wieder vorhanden, eine Talkover Funktion die parallel auf beide Mic´s angewendet wird
    • In den Einstellungen des Display-Menüs kann der Modus genauer angepasst werden
  • Ausserdem könnt ihr über das Display nun auch einstellen ob die Mikro´s über den Booth mit gesendet werden sollen oder eben nicht

Master-Sektion:

Mastersektion Pioneer XDJ XZ
Mastersektion Pioneer XDJ XZ
  • Der Master am Pioneer XDJ XZ wirkt jetzt deutlich sauberer, denn ganz neu sitzt er nun in einem eigenen Bereich rechts oben neben den USB-A Anschlüssen wo ohnehin bisher noch genug Platz war.
  • Hierbei ist ein hervorragendes neues Feature, dass das Mastersignal endlich über einen eigenen 3-Band EQ verfügt. Der sich im Übrigen auch auf den Booth anwenden lässt. Starkes Feature wenn man bedenkt wie anstrengend es werden kann bei jedem Track den Bass pro Kanal runter zu drehen und das bei jedem folgenden Titel im Auge zu behalten, sollte es zum Beispiel Beschwerden vom Inhaber der Location geben.
  • Tadaaa: Clippinganzeige wie beim Mikrofon
  • Der Booth hat hier ebenfalls seinen Platz gefunden.
  • logischer Weise ist auch der Master-Cue mit umgezogen.
  • Und wie gewohnt finden wir hier nebenan die bereits angesprochenen USB-A Schnittstellen mit Rec-Funkionstasten.

 

Display:

Display Pioneer XDJ XZ
Display Pioneer XDJ XZ
  • Zum Display gibt es (leider) gar nicht viel Neues zu berichten, denn es ist 1 zu 1 das gleiche 7″ Touch-Display vom XDJ RX2 übernommen,  Bzw. eben auch vom CDJ 2000NXS2. Steuerung und Anzeige ebenfalls gleich dem RX2, womit Pioneer sich hier unserer Meinung nach ganz schön blamiert. Zur persönlichen Meinung, den Vor- und Nachteilen und den Einsatzgebieten des XDJ XZ aber später weiter unten.
  • Geräteeinstellungen und Feinjustierungen sind natürlich mit gewachsen und durchaus Umfangreich, was jedoch lediglich dem CPU und der Software zu verdanken ist.

 

Decks:

Vergleich Deck XDJ XZ - CDJ2000NXS2
Decks im Vergleich: links XDJ XZ und rechts CDJ 2000NXS2

Erfreulicherweise gibt es bei den Decks einen gewaltigen Unterschied zum XDJ RX2, weniger dafür zum DDJ1000. Grund der Freude sind eindeutig die sofort ins Auge stechenden 206mm original Jog´s vom CDJ2000NXS2, die schon im 1000er ihren Einzug in die Controllerwelt bei Pioneer hielten. Selbstverständlich wieder mit integriertem Display.

  • Wir haben nun die vollständigen Loop-Funktionen des NXS2 mit auf dem Deck inklusive “Cue Call” und “Memory” Buttons in exakt gleicher Anordnung, sowie den “4/8Beat & Loop Cutter” Button. Jetzt also das ganze Besteck!
  • Wie auch beim DDJ1000 finden wir den Jog-Adjust Drehregler. Noch dazu beschert uns Pioneer zusätzlich mit einem “Vinyl Speed Adjust” Regler alá NXS2.
  • Eine Richtungsänderung ist anstatt mit Wippe hier per Knopfdruck möglich (Rev Taster)
  • Die Transporteinheit ist um die “Track Search” gewachsen
  • Was fehlt sind hier eindeutig die Umschalttaster, die das Wechseln zwischen Deck 1 und 3 (oder 2 und 4) ermöglichen.
    • Dafür muss nun die Shift Taste doppelt getippt werden (nur im Midi-Controller Modus siehe Unten)
  • Allgemein ist das Deck-Layout noch stärker dem CDJ angepasst.  Alle gleich vorhandenen Tasten und Poti befinden sich an nahezu identischer Stelle.

Mixer:

Mixersektion Pioneer XDJ XZ
Mixersektion Pioneer XDJ XZ
  • Über die Mixersektion gibt es tatsächlich am Meisten zu berichten, denn hier hat sich wirklich richtig Was getan
  • Auf Grund der Tatsache das es ein 4 Kanal Mixer ist vergleiche ich bei Bedarf eher mit dem DDJ 1000 anstatt mit dem 2 Kanal RX2
  • Ins Auge sticht, dass nur Kanal 3 und 4 umschaltbar sind. Dem ist tatsächlich so, denn:
    • Die Kanäle 1 und 2 sind ausschließlich für USB und Laptop (Controller-Mode)
    • Kanal 3 und 4 ausschliesslich für externe Zuspieler (außer USB) oder Laptop (Controller-Mode)
    • Das bedeutet folgende mögliche Konstellationen:

im Standalone-Betrieb:

1. Sind USB Medien nur auf Kanal 1 und 2 spielbar während

2. auf Kanal 3 und 4 nur externe Quellen (außer USB) wie CDJ oder Turntable nutzbar sind.

Midi-Controller Modus:

3. Über die Software sind zwar alle 4 Kanäle nutzbar (Deck umschalten über doppeltippen Shift) aber

4. keine Medien von USB spielbar, da dieser Modus immer auch Kanal 1 und 2 belegt,  wobei USB sich eben nicht auf Kanal 3 und 4 legen lässt.

  • Der Schlaue wird jetzt vielleicht sagen:”Ich schließe einfach meinen Laptop als externe Quelle 3 oder 4 im Standaloen-Modus an und mixe dann mit Laptop und USB!” Das jedoch ist das Selbe als würde ich per Klinke-Chinch vom Laptop in den AUX Eingang gehen und Playlisten mit der Tastatur abfeuern, denn Steuern kann ich den PC/Mac vom XDJ XZ aus dann gar nicht. Was ich Damit zum Ausdruck bringen möchte ist, das gleichzeitige Abspielen von Software und USB-Medien auch über verschiedene Kanäle ist nicht möglich!
  • Wie Ihr vielleicht bereits festgestellt habt gibt es keine Eingänge für die Kanäle 1 und 2
  • Darum finden wir auch nur 2 Inputschalter, jeweils für nur CH3 und CH4
  • Absolut grandios ist aber die identische Implementierung der “Sound Color FX”, sowie der kompletten “Beat FX”-einheit vom DJM 900NXS2. Keine Frage, wahnsinnig großzügig von Pioneer. Danke Dafür ;-)
Vergleich Mixer XDJ XZ mit DJM 900NXS2
im Mixervergleich: links im Bild die Mixersektion vom XDJ XZ. Rechts der Pioneer DJM900NXS2

Technisches Fazit

Wir haben hier also ein wirklich mächtiges Gerät vor uns. In Anbetracht der Tatsache das dieser All in One Player extrem viele Features der aktuellen NXS2-Reihe mitbekommen hat, gleichzeitig mit der verbesserten Mikrofon- sowie Mastersektion nun endlich auch auf die Bedürfnisse der Mobil Dj´s eingegangen wird, möchte ich den Pioneer XDJ XZ ungern als verbesserten oder überarbeiteten XDJ RX2 darstellen. Denn er ist in seiner Kategorie für Pioneerverhältnisse schon auf einem deutlich höheren Level. Absolutes Manko ist und bleibt das übernommene 7″ Touch-Display.

Dies in Verbindung mit der mutwillig wirkenden Begrenzung seiner Möglichkeiten, nämlich dem Verzicht auf Eingangsanschlüsse für die Kanäle 1 und 2, lässt sein Spektrum an Einsatzbereichen meiner Meinung nach unnötig schrumpfen. Dennoch ist der XZ vielseitig und flexibel, grade wegen der höheren Konnektivität im Bezug auf ProDj Link. Ein Hingucker ist das vorab schon so bezeichnete “Flaggschiff” allemal wenn man bedenkt welche Dimensionen das Gerät vereinnahmt. Ebenso die schon angesprochenen Originalkomponenten der NXS2-Standarts wie z.B. 206mm Jog-Wheels, “Cue-Loop” Sektion der CDJ´s oder die mächtigen “Soundcolor FX” und “Beat FX” Einheiten des DJM, werten den XDJ massiv auf.

Ganz klar ist dieser Controller in Bars, Clubs oder in diversen Setups zu Hause eine echte Bereicherung. In vielerlei Hinsicht ist die Kombination sinnvoll. Im Bereich des Mobil-Djing aber ist definitiv Nachholbedarf. Es erschließt sich leider nicht vollständig an welche Zielgruppe er gerichtet ist. Dafür ist er weder Fisch noch Fleisch, bestenfalls Surimi oder ein veganes Schnitzel wenn wir den Vergleich mal intensivieren. Mit einem Firmwareupdate sind die gravierenden Probleme leider nicht zu beheben. Hilft nur hoffen auf XZ2 oder alternative Geräte wählen. An den Prime 4 von Denon kommt er bei Weitem nicht ran, zumindest in Bezug auf den Umfang der Einsatzmöglichkeiten.

Persönliches Fazit

Warum also wird der XZ so künstlich in seinen Funktionen eingeschränkt, wo er doch so wahnsinnig viel Potenzial haben könnte. Um noch mal aufs Display zurück zu kommen: Ein Standalone-Controller mit vier Kanälen, mit einem Bildschirm, auf dem ich, mit etwas Glück 2 Wavelines gleichzeitig sehen könnte! Warum? Im Allgemeinen drängt sich der Verdacht auf, dass dieser XZ um den bereits vorhandenen Display herum entworfen wurde.

Einfach aus dem Grund, weil man vermutlich erst letztes Jahr noch 20 Millionen Stück gekauft und auf Lager hat und Diese erst los werden muss. und dann noch das gleiche veraltete System mit den erst recht unzureichenden Audiocodecs. CDJ2000 und XDJ1000MK2 können immerhin schon FLAC lesen. Warum nicht diese “Allzweckwaffe”?

Wo wir grade bei Systemen sind? ExFat wird auch nicht unterstützt (Gleichermaßen von Windows und Mac lesbares Dateisystem)! Ich habe ganz ehrlich das Gefühl als sei an manchen Ecken einfach nicht zu Ende gedacht worden. Da entwickelt man ein Gerät, fast so groß wie ein ganzes CDJ-DJM Setup, sogar mit eben dessen Features, berücksichtigt sogar die Wünsche der User und macht es Mobil, als auch Clubtauglich, nur um dann im entscheidenden Moment die falschen bzw. alten Komponenten dazu zu klatschten (Display, System), oder gar Welche ganz weg zu lassen (Anschlüsse).

Was hat es denn so unmöglich gemacht, wie bei Vorgänger-Controllern Line 1 und 2 Eingänge zu verbauen, sie damit auch als Mixer Standalone zu betreiben sind. Ist es wirklich so unwirtschaftlich die Codecs der CDJ zu verwenden, welche auch FLAC zulassen? Sie sind doch schon mal da gewesen, in einem XDJ! Aus welchem Grund darf ich die USB-Sticks nur über 2 Kanäle spielen. Ganz einfach: Weil der Beschissene Display ungeeignet für DIESE Gerätekategorie ist und nur 2 der eigentlich 4 möglichen Wavelines zeigen könnte. Pioneer hat gar nicht mal ernsthaft versucht eine Antwort auf den Prime 4 zu liefern. Viel eher haben sie damit ihr Lager aufgeräumt, in dem sie alle alten noch vorrätigen Bauteile, welche in Massen mal irgendwann eingekauft wurden, in einem “neuen” Produkt unterbringen und an Uns unter dem Deckmantel der “Pioneer Innovationen” zu verramschen.

Ich persönlich, und Achtung jetzt wird’s emotional, bin dermaßen enttäuscht von diesem Gerät und genauso von Pioneer selbst, dass ich ernsthaft in Erwägung ziehe mir nun doch einen Prime 4 zu kaufen. Freudig der Erwartung auf ein vergleichbares Gerät von Pioneer habe ich davon bislang noch abgesehen. Bin ich doch nun schon seit Jahren treuer und definitiv auch überzeugter Pioneer-User. Mit dem XDJ XZ haben sie zumindest mich aber nicht überzeugt. Damit schließe ich mich letztendlich also der Meinung von Stefan in seinem Video an, der ebenfalls im Übrigen langjähriger Pioneer DJ ist.

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Nicht jeder mag diese Meinung teilen und doch begeistert von dem Gerät sein. In meinen Augen sollte einem Unternehmen wie Pioneer aber nach so vielen Erfolgreichen Jahren klar sein welche Erwartungen die Stammkundschaft an einen hat. Und nun glaube ich tatsächlich nicht mehr an die offizielle Firmenaussage zum Verkauf der Pioneer DJ-Sparte, in der es hieß: “Es wird sich für den Endkunden nichts ändern!” Ich sage: “Doch! Nämlich die Erwartungshaltung und das damit verbundene Vertrauen in deren Produkte.”

In diesem Sinne harre ich der Dinge und warte auf das wirklich große Release der neuen CDJ/XDJ Reihe mit neuem DJM-Modell auf der NAMM-Show in 2020. Denn nur das kann der Grund sein warum hier nicht wie gewohnt mit voller Konzentration und Leidenschaft am Pioneer XDJ XZ gearbeitet wurde……..

 

Weitere Berichte zum Thema:

 

Und so haben wir vorberichtet über den Pioneer XDJ XZ

Ist das neues Flagschiff von Pioneer DJ / XDJ XZ jetzt enthüllt? Nun rätseln wir schon seit einigen Wochen über neues Equipment von Pioneer DJ. Vor einiger Zeit entdeckte Stefan beim routinemäßigen Durchstöbern der Pioneer DJ-Seite eine kleine Besonderheit. Kommt jetzt Pioneer DJ´s Antwort auf den Denon Prime4? In den User-Manuals, welche zum Download dort bereitgestellt sind, war ein neues Gerät verzeichnet.

Das Kind trug den Namen XDJ XZ! Parallel Dazu tauchten in letzter Zeit immer wieder Leaks auf und mein Messegespräch mit Pioneer war eindeutig zweideutig. Unsere Vermutung im Vorfeld ging zwar eher etwas in die Richtung XDJ1000MK3 oder der Gleichen, jedoch ist ein Model mit der Endung “XZ” sogar noch besser. Warum das so gut ist dürfte der eingefleischte Pioneer Fan durchaus wissen. Für alle Anderen fasse ich einmal im folgenden zusammen mit einer Erläuterung aus einem meiner anderen Beiträge, in der ich so gut es ging versucht habe das Buchstabenwirrwar aufzuschlüsseln! Originalbeitrag

So war es zu sehen auf der Pioneer DJ Seite. ein XDJ XZ!
So war es zu sehen auf der Pioneer DJ Seite. ein XDJ XZ!

Zum Überspringen der Theorie bitte zum nächsten Bild scrollen!

Schaut man sich die Modellbezeichnungen von Pioneer-Controllern der Vergangenheit an, ist ein relativ verlässliches Muster erkennbar. Natürlich gibt es hin und wieder Ausnahmen, siehe DDJ RZX und XDJ RR. Nehmen wir die Buchstaben einmal auseinander! Um besser durch zu sehen verwende ich verschiedene Farben.

Die Produktbezeichnungen bestehen immer aus zwei Teilen, wobei der Erste, aus drei Buchstaben, für die Modell-Reihe steht.

DDJ könnte man grob übersetzten mit Digital Disc Jockey, es handelt sich hierbei immer um Controller. Diese Gattung benötigt für vollen Funktionsumfang in der Regel einen PC/Mac mit entsprechender Software (Auf welche Software dieser dann optimiert ist gibt der zweite Teil der Bezeichnung preis. Doch Dazu weiter unten).

Das “X“in XDJ steht ausnahmslos für Mediaplayer (XDJ 1000 war der erste CDJ ohne CD-Schacht), Bzw sogenannte “All in One” Geräte. Oder ganz einfach gesagt: “X” steht als Variable für: “alle Formate”. Als Beispiel zu Nennen sind hier XDJ RR, XDJ RX2 und etwas aus der Reihe fällt der DDJ RZX, das Evergreen-Flagschiff des Technikgiganten, der eigentlich XDJ RZX heißen müsste, wenn man meiner Interpretation Glauben schenken möchte. Den Grund gibts weiter unten.

Die Buchtaben “DJ” zu erklären halte ich an dieser Stelle für überflüssig :-)

Kommen wir zum Teil 2 der Bezeichnungen. Der erste Buchstabe gibt bei der DDJ-Reihe an auf welches System das Gerät zugeschnitten ist. “S” für Serato und “R” für Rekordbox (Beispiele: DDJ SZ für Serato und DDJ RZ für Rekordbox). Bei der XDJ-Reihe gibt er an Welche Software auf dem Gerät verwendet wird, wobei hier logischer Weise nur ein “R” für Rekordbox in frage kommt, da wir hier über Pioneerprodukte reden (Beispiel: XDJ RX2).

Wichtig zu erwähnen ist, dass jeder Controller mit einem “S” für Serato trotzdem in vollem Umfang auch mit Rekordbox nutzbar ist. D.h. logischer Weise funktionieren ALLE Pioneerprodukte mit Rekordbox. “S“-Controller sind nur ZUSÄTLICH für Serato optimiert.

Jetzt wird’s knifflig

Ab dem zweiten Buchtaben des hinteren Teils wird es nun etwas komplizierter darum werde ich die Buchstaben in Rangfolge erläutern, dabei wird es immer bunter: (ACHTUNG: Wir haben jetzt drei verschieden bedeutende “X”)

  • X” alleine in der DDJ-Reihe (nach einem “S” oder”R“) deutet darauf hin das der entsprechende Controller eine Standalone-fähige Mixersektion enthält (Bsp: Pioneer DDJ SX2 –> Controller/Serato/Standalone Mixer )

 

  • X” alleine in der XDJ-Reihe steht für absolute Standalone-fähigkeit. Also den Einsatz ohne Notwendigkeit eines extra PC/Mac oder anderer Geräte. (Bsp: Pioneer XDJ RX2 –> Mediaplayer/Rekordbox on Board/Standalone absolut). Darum hätte aus dem XDJ 1000 auch kein XDJ 1000X werden können. Denn er benötigt zum Performance-Einsatz noch einen zusätzlichen Mixer. MERKE: Sobald in der Bezeichnung 2 mal “X”, ergo “X” und “X“, vorkommt, ergibt die Kombination aus allen Buchstaben im Endergebnis immer ein Performance-fähiges Setup, welches weitere Geräte wie Mixer überflüssig macht.
    • Die Ausnahme bildet Hier der erste Pioneer Standalone-Mediaplayer XDJ RR,  welcher eben auch oft als XDJ RX1 bezeichnet wird. RR sollte ursprünglich wohl zur Kennzeichnung dienen, dass das System sowohl im Controller-Mode, als auch im Standalone mit Rekordbox läuft. Später, beim RX2 hielt man es für offensichtlich das er im Standalone mit keinem anderen System laufen wird und ersetzte das zweite R durch das Aussagekräftigere “X“.

 

  • Z” in beiden Modellreihen steht für eine, lapidar übersetzt, Zusammenfassung der besten Features von Pioneerprodukten in einem Controller, welche bis zum Zeitpunkt der jeweiligen Produktrelease bekannt sind.  “Z” beinhaltet automatisch auch das “X“, also eine standalone Mixersektion. So kann z.B. der MIXER des DDJ SZ (Controller/Serato/Alle Features inkl. “X“) oder RZ (Controller/Rekordbox/Alle Features inkl. “X“)auch ohne Software genutzt werden, weil er alle Features der Vorgänger vereint, auch eben die des Beispielsweise DDJ SX.

und was erwartet uns jetzt?

  • X” und “Z” zusammen stehen in beiden Modellreihen also für die absolute Ultimative. Das zusätzliche X zu einem Z in der Bezeichnung vereint letztendlich das gesamte Pioneer Know-How in einem Standalone Gerät. Das gab´s bisher nur ein einziges Mal, und zwar den Pioneer DDJ RZX (Controller/Rekordbox/Alle Features inkl. “X” und zusätzlich noch ein “X. Und damit sticht auch erst ins Auge warum Dieser, wie oben beschrieben, aus der Reihe fällt.

Denn eben Jener RZX vereint alle Features bis zum NXS2 Setup in einem einzigen monströsen Gehäuse. Er IST quasi ein NXS2 Setup, nur zusätzlich mit zentralem Bildschirm über der Mixersektion alá DJM Tour1.Am wichtigsten aber: Damit ist Er theoretisch kein reiner Controller mehr ODER?

Erbsenzähler könnten jetzt die Frage in den Raum werfen warum das Ganze DDJ RZX (CONTROLLER/Rekordbox/Alle Features inkl “X” plus zusätzlich “X“) heißt und nicht danach benannt ist was er eigentlich ist, nämlich XDJ RZX, sprich: MEDIAPLAYER/Rekordbox on Board/Alle Features inkl.”X” plus zusätzlich “X. Denn er ist ja nun mal ein Mediaplayer! Um jetzt ewigen Diskussionen aus dem Weg zu gehen und Haarspalterei zu vermeiden gebe ich den Hinweis, sich mal mit der Frage zu beschäftigen ab wann eine XDJ-Reihe eingeführt wurde und beende an dieser Stelle mal das kunterbunte Thema.

PIONEER XDJ XZ

So stellen wir uns einen Pioneer XDJ-XZ vor (Fotomontage)
So stellen wir uns einen Pioneer XDJ-XZ vor (Fotomontage)

Kommen wir zurück zum angekündigten neuen Familienmitglied bei Pioneer.

Dem Pioneer DJ / XDJ XZ. Genau das Erwartet uns nun mit dem neuen Modell: Ein XDJ XZ! Auf der Musicpark Messe in Leipzig wurde mir jedenfalls ganz deutlich die Vorfreude auf ein baldiges Release signalisiert. “Es wird der Hammer kommen”, heißt es wörtlich. Und mich beschleicht das Gefühl als sei das noch stark untertrieben.

Es liegt nahe das Pioneer auf die jüngsten Produkte von Denon DJ reagieren wird,  besonders in Bezug auf den Prime 4. Ein “XDJ XZ” (Ich liebe diese Farben) würde so manch feuchte Träume wahr werden lassen (Meiner eingeschlossen). Im Groben dürfte der Neue eine Mischung aus DDJ 1000 und XDJ RX2 werden. Ich glaub ich brauch heut noch Buntstifte ;-)

An dieser Stelle spinne ich mal ein paar wahrscheinliche Merkmale des Pioneer DJ / XDJ XZ zusammen (ohne Gewähr):

  • Ein Mediaplayer Standalone mit Rekordbox on Board versteht sich
  • Die Basis vom DDJ1000
  • On Jog Displays vom DDJ 1000
  • 2 Mic Eingänge als Kombibuchse wäre wünschenswert getrennt regelbar mit eigenem Panel
  • Ein zentrales Multitouch-Display
  • Zone Out, vergleichbar wie beim Prime4
  • ebenso werden wohl die Features vom RX2 vertreten sein (u.A. USB-Schnittstellen und Record-Funktion)

Nun bleibt noch viel Raum um über einen Marktpreis zu spekulieren. Schätzungsweise dürfte Dieser dann bei um die 2000€ Liegen, Tendenz nach oben…

Der absolute Overkill abseits des geschätzten Umfangs wären für mich noch folgende Merkmale:

  • bis zu 4 Mikrofone abschließbar mit eigenem Panel (Vergleich wie Roland DJ 707M)
  • 24Bit/96Khz Soundkarte (für Audiofanatiker wie mich)
  • Motorjog´s

Was für ein bunter Zirkus wenn ich grad so über den Text schaue. Ich hoffe das ich Euch zumindest Ansatzweise vermitteln konnte was uns da Schickes erwartet und es mit den Farben einfacher statt komplizierter machen konnte. Beim 2. oder 3. mal drüber schauen sollte es auf jeden Fall verständlicher werden ;-)

Fakt ist das hier wirklich etwas Dickes im Anmarsch ist und wir sind extrem gespannt ob wir richtig liegen. Sobald es etwas Neues gibt, erfahrt Ihr´s natürlich bei Uns!

 

 

#Neues Flagschiff von Pioneer DJ / XDJ XZ#

Pioneer XDJ XZ Foto
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