Mixonset: Lieber mit, als gegen DJs!

Revolution statt Resignation?

Wir wollen lieber mit DJs arbeiten als gegen sie! Das ist das klare Statement seitens der Softwareentwickler von Mixonset  Mit künstlicher Intelligenz lässt sich einiges verbessern und erweitern. Nur fühlen sich eben immer öfter Menschen davon bedroht, aus Angst mit ihrer Dienstleistung von einer Solchen ersetzt zu werden. Bisher überwiegend im Bereich Produktion, am Fließband oder mit autonomen Fahren auch in der KFZ-Industrie zu finden, trifft das Thema jetzt auch uns DJ´s.

"keine Panik!"

„Keine Panik!“ So viel sei vorab schon einmal klargestellt. Einer der wichtigsten Komponenten auf Veranstaltungen ist und bleibt auch der Mensch als Bezugspunkt, Stimmungsträger und Individualist. Zumal ich mir kaum vorstellen kann das ein z.B. ein Brautpaar seinen Eröffnungstanz gern von einem Computer angesagt haben möchte oder seine Gäste mit dem Charme eines Navigationsgerätes animieren lassen möchte.

moderne Idee´n

Das wir technisch in der Lage sind verfügbare Musikdatenbanken nach Stimmung sortieren zu lassen und gleich noch harmonische taktgenaue Übergänge on Top bekommen zeigen zum Beispiel die Jungs vom kanadischen Entwicklerteam Mixonset. Seit einigen Tagen pflegen wir vom DJ Talk auch aus eigener Neugier einen engen Kontakt zu den Softwarevisionären.

Vorgestellt haben wir die Mixonset-App bereits in einem etwas früheren Beitrag. Diesen findet Ihr hier!

das kann die KI bereits

Ihnen ist es gelungen mit einer KI individuelle Playlisten (aktuell Spotify) von Usern nach Stimmung und Dynamik sortieren zu lassen, wobei jeder Übergang von Track zu Track in echtzeit berechnet und durchgeführt wird. Nach unserem Test konnten wir feststellen wie erstaunlich gut das funktioniert. Durch eine Analyse nach jedem Start der App haben wir den Vorteil jedenTag ein neues gemixtes Set hören zu können, sofern wir die Playlist verändern oder erweitern.

müssen wir uns nun fürchten?

Weitläufig wird nun heiß darüber diskutiert ob uns diese Technik auf kurz oder lang als DJ ablösen könnte! Abgesehen von kleineren Homepartys, in verschiedenen Bars oder in der Welt des Sports sehen wir allerdings aus schon oben genannten Punkten keinen Grund zur Sorge.

"Wir wollen lieber mit DJs arbeiten, als gegen Sie..."

Das bestätigte uns auch Boris But. Als CEO und Mitbegründer von Mixonset versicherte Er: „Wir wollen lieber mit DJs arbeiten als gegen Sie“. Mit der App soll ein neues Musikerlebnis geschaffen werden und nicht ein Bestehendes abgelöst.  Zielgruppe sind primär die Menschen, welche ihre Musik unterwegs konsumieren und Menschen die in jeder Lebenslage unabhängig von Zeit und Ort ein individuelles Set hören möchten ohne dafür technische Vorraussetzungen erfüllen zu müssen, oder gar selbst zu mixen.

Warum diese Technik eigentlich nicht auch FÜR Djs einsetzen?

Diese Frage stellten wir uns nun im Laufe der letzten Tage und erinnerten uns unter Anderem an die „neue“ Funktion des Denon DJ Prime 4. Die Kombination aus der „Zone Out“ und der Mixonset-App könnte ein weiteren Meilenstein des Standalone-DJing bedeuten.

Prime 4 Zone Out / Quelle: denondj.com

aktuelle Einsatzmöglichkeit

Aktuell ist es schon ohne Probleme möglich das Smartphone über den „Line In“ am Prime 4 anzuschließen auf dem Mixonset installiert ist. Über die „Zone Out“ bin ich nun in der Lage einen zweiten Raum wie eine Lounge im Club, die Lobby eines Hotels oder die Terrasse einer Hochzeitslocation zu beschallen. Wäre es nicht klasse dafür nicht einmal das Smartphone zu benötigen?

Prime 4 Zone Out / Quelle: denondj.com

einen Schritt weiter gedacht

Zurzeit ist zum Beispiel mit „Tidal“ ein mächtiger Stremingdienstanbieter an Bord bei Denon DJ. Wenn jetzt also Mixonset zukünftig auch mit „Tidal“ oder auch „Soundcloud“ und „Beatport“ funktionieren würde, steht der Zukunft des individuellen autonomen Sets im Interesse eines DJs nichts mehr im Wege. Wenn die App dazu noch in die Primeserie integriert wird entsteht eine unschlagbare Waffe, nicht nur für mobile DJs

die Kombination macht´s

Der zweite Bereich kann nun also ohne lästige Pausen als durchgängiges Set bespielt werden, wobei ich nach Bedarf trotzdem jeder Zeit eingreifen und die Playlist verändern kann während ich mich auf dem Mainfloor auf meine Hauptaufgabe konzentrieren kann. Auch in Veranstaltungspausen oder grade zu Beginn einer Party kann das Tool sehr nützlich sein wenn die Gäste erst mal die Bar stürmen nach dem Öffnen der Türen im Club.

KI als Unterstützung in Notlagen

Schlicht und ergreifend auch in Notfallsituationen des Djs (Harndrang oder leeres Glas) wäre es möglich mal 2- 3 Titel autonom abfahren zu lassen ohne Gefahr zu laufen das die Stimmung kippt. Bei den Meisten, wie auch mir, kommt in solchen Momenten ein fertiges Set zum Einsatz, welches aber irgendwie nie so 100 prozentig in die Stimmung passt wie ein einzelner Track den ich auf meiner Vorbereitungsliste habe.

positiv denken!

Warum also immer gleich das Schlechteste in der neuen Technik sehen. Mit einem Beispiel wie Diesem könnten wir uns als DJs eher noch davon bereichern lassen anstatt ablösen. Genau das ist auch die Ambition des jungen Entwicklerteams. Wir bleiben mit Spannung am Thema und informieren Euch natürlich hier über aktuelle Entwicklungen.

Was haltet ihr von KI im DJ-Booth? Diskutiert gerne mit uns über Meinungen oder sogar Ideen zum Thema!

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Oliver Lieder

Oliver Lieder

DJ O.Lie ist seit Mitte 2019 das Gesicht hinter den DJ News. Oli ist praktisch der Redakteur vom DJ Talk. Für Fragen oder Feedback zum Beitrag einfach eine Mail an oli@dj-talk.de

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